Welcome to paradise – mostly cloudy

September 11th, 2009

Eintrag Jule und Jon

dsc_3122.jpg Seit drei Tagen sind wir im Paradies und dieses hat einen klangvollen Namen: Aitutaki, ein kleines Atoll in der Südsee, rund 220km nordwestlich von Rarotonga. Mit unglaublich azurfarbenem Meer, reichlich Kokospalmen und grünen Hügeln im Hinterland, vor allem ist es hier aber nicht so touristisch wie auf Rarotonga, wo ein Resort ans Nächste grenzt. Da stört es auch überhaupt nicht, dass das Wetter nicht 100%ig mitspielt, meist ist es bewölkt und die  Sonne zeigt sich nur sporadisch. Es ist trotzdem einfach traumhaft schön -und warm!

dsc_3016.jpg Unsere Hütte liegt direkt am Strand unter Kokospalmen  (man hat uns upgegraded, yipieh) und ist groß genug, um eine 5-7 köpfige Familie unterzubringen. Gestern haben wir vom Frühstückstisch aus Buckelwale gesehen, die sich den Rücken am Riff geschubbert haben…Danach haben wir eine Lagunen-Rundfahrt gemacht und dabei auch drei Schnorchelausflüge gemacht. Das war wie Schwimmen im Aquarium mit tausenden bunten Fischen, Riesenmuscheln und Korallenriffs. Zum Aufpebbeln gab es mittags auf einer unbewohnten Insel Barbeque mit einheimischen Spezialitäten, hmm lecker… Abends haben wir bei uns in der Unterkunft noch an einer Island-Night teilgenommen.  dsc_3172.jpg Eigentlich wollten wir gar nicht, denn wir hatten auf Rarotonga schon einer beigewohnt und waren nur geht-so begeistert. Aber von allen Seiten angesprochen und eingeladen, sind wir dann doch hin… Und sind schnell von der Freude aller Beteiligten angesteckt worden, es ist einfach viel herzlicher und familärer hier…

Eine Warnung für Muschelsammler muss allerdings noch ausgesprochen werden, denn die meisten schönen Muscheln, die Jule vom Strand aufgelesen hat, waren schon besetzt. Und wenn man sie wieder auf den Boden setzte, bekam die Muschel plötzlich Beine und floh so schnell sie die kleinen oder auch gar nicht so kleinen Einsiedler-Krebsbeine tragen konnte…

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Heute ist unser letzter ganzer Tag hier, morgen abend treten wir dann den langen Heimweg an und sind am Montag wieder in Deutschelande… Damit ist dies wohl auch wahrscheinlich der letzte Eintrag. Danke für alle Kommentare, über jeden einzelnen haben wir uns kindisch gefreut…

Kia Orana,

Jon und Jule

Die Tage nach Palmy

September 7th, 2009

Eintrag Jon und Jule

p1000751.jpg Eine Menge trauriger Abschiede liegen nun hinter uns, wir haben viele richtig gute Leute kennen gelernt, mit denen wir das Jahr über viel Spass hatten, komisch dass, einem das oft erst dann so richtig klar wird, wenn man die Zelte abbricht… Der Garage Sale hat auch gut funktioniert, in erster Linie ist das Tom und Lucy zu verdanken, die quasi unseren halben Hausstand in kleinen Portionen aufgekauft haben. Das Schönsten am Garage Sale war das Mit-Freunden-Den-Ganzen-Morgen-Vor-Der-Garage-Sitzen-Und-Frühstücken. Gut, es war auch schön zusehen wie Tom und Lucy in einem total vollgerammschtem Auto nachmittags nach Hause gefahren sind. Abends sind wir dann mit ein paar Freunden nett “Abschieds-Essen” gewesen, und haben einen ganz leckeren selbstgebackenen Schokoladen-Kiwi zum Nachtisch bekommen. Sehr rührend. Dann am nächsten dsc_2814.jpg Tag schnell die letzten Sachen gepackt, weitere Abschiede und dann ab auf unsere Farm, wo wir wiedermal herzlichst empfangen und beköstigt wurden. Waren wieder reiten am Strand, was alle sehr genossen haben. Ausser Jons Gaul, der wollte nämlich gar nicht auf den Strand, sondern lieber nach Hause zu seinen Kumpels und deshalb ist er auch mit Jon auf dem Rücken im Galopp abgehauen. Ich dachte ernsthaft, ich müsste ohne Jon auf die Insel und nach Hause. Der Zosse machte wirklich keine Anstalten anzuhalten, und so wurden er und Jon immer kleiner und dsc_2649.jpg verschwanden fast am Horizont. Wir habe die beiden dann irgendwann eingeholt, Jon hatte dem Gaul mittlerweile Manieren beigebracht und sich wirklich prächtig auf Ruby gehalten, nur Shona, unsere Ranch Mutti, war am Boden zerstörrt und hat prompt beschlossen Ruby nach diesem Faux-pax zu verkaufen. Mal sehen. Auch der Abschied von Shona und Neil war mir schwerem Herzen, und nun sitzen wir auf den Cook Islands, das Wetter ist leider nur geht-so schön, viel Regen und Wind, aber beides ist immerhin warm, und die Insel ist auch bei schlechtem Wetter noch sehr schön dsc_2816.jpg anzusehen. Morgen fliegen wie auf eine weitere, kleinere Insel, und ich bin fest davon überzeugt, dass das Wetter da besser ist! Und dann geht es in wenigen Tagen auch schon in den nächsten Flieger nach Hause… Mittlerweile haben wir auch schon 2 Hochzeitseinladungen von ehemaligen Kollegen bekommen, eine nach Indien und eine nach Malaysia. zu beiden werden wir es wohl leider nicht schaffen, die sind nämlich schon im Oktober/ Januar, und ich glaube nicht, dass ich da schon wieder Lust auf einen langen Flug, oder das Geld oder den Urlaub dafür habe. Eine Sache, die uns gut gefallen hat in unserem KHS hier, war die Tatsache, dass wir soviele Kollegen aus unterschiedlichsten Kulturen hatten. China, Taiwan, Malayisa, Indien (viele), Fidji (mhmhmm, lecker Essen!), Südafrika, Saudi Arabien, Sri Lanka, England/ Irland. Für viele unserer indischen Kollegen/ Krankenschwestern ist eine arrangierte Ehe etwas völlig normales und nichts beängstigendes. Es ist wohl nochmal zwischen einer arrangierten Ehe und einer Zwangs-Ehe zu unterscheiden.  Die Hochzeit, zu der Satish uns im Oktober eingeladen hat ist auch von seinen und ihrern Eltern arrangiert worden, und er war etwas überrascht, als er bei seinem letzten Besuch verlobt wurde, kam aber stolz wie ein König zurück. Schade, eine traditionalle indische Hochzeit wäre nochmal spannend gewesen. Und ausserdem gibt es da sicherlich ganz viel verdammt leckeres Essen!

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Arbeitslos und ohne festen Wohnsitz

August 28th, 2009
p1000727.jpg Die Tage in Palmy sind gezählt, und in 2 Tagen sind wir nicht nur arbeitslos sondern auch ohne festen Wohnsitz. Arbeitslos schon seit einer Woche, und die waren wir damit beschäftigt unseren Krempel an den Mann zu bringen. Bett, Auto und Fernseher sowie diverse Kleinmöbel sind wir schon erfolgreich los geworden, und morgen steigt der von Jon so heiss ersehnte “Garage-Sale”. Glücklicherweise ist Tom auch ganz heiss auf dieses Event und wird Jon als Co-Verkäufer zur Seite stehen. Mal sehen…. Abends waren wir die letze Woche überwiegend mit Abschieds-Essen-Gehen beschäftigt und haben gestern bei Gloria, unserer Nachbarin noch eine sehr leckere Portion Fish-and-Chips kredenzt bekommen. Neuseeländisches Nationalgericht, da ja eigentlich alles Briten. Darf man denen nur nicht sagen. Gloria hat uns 3 mal zum Essen eingeladen, und vor dem ersten Mal beteuert, dass sie keine gute Küchenprinzessin ist. Das zu beweisen hat sie sich auch alle Mühe gegeben: von den 3 malen hat sie 2 mal fast sich selbst / jemand anderen umgebracht. Das erste Mal beim Barbeque hat sie den Gas-Grill zu einer kleinen Explosion gebracht, die sie und Jon mit kurzen und angesenkten Haaren hinterliessen, gestern kam uns das Flackern in ihrer Küche bei unserer Ankunft spanisch vor. Die gute hat ein Experiment probiert (welches “not so well worked” wie sie selbst einsehen musste): Sie dachte, man könne das Problem von Alu-Folie in der Mikrowelle lösen, in dem man um das in Alu eingewickelte Brot nochmal Backpapier drumwickelt. Mhmmmm. Das gab ein recht imposantes Feuer in der Mikrowelle. Fish und Chips war dann Take-away, es drohten also keine weiteren Unglücke in der Küche.

Gestern abend war ein kleiner “Barn-Dance”  in der Klinik, ein Willkommens Gruss and die neuen Ärzte, und für uns die Gelegenheit unseren Kollegen Tschüss zu sagen. Dienstag geht es dann ein letztes Mal auf unsere Ranch, danach auf die Cook Islands (bitte Googlen: Rarotonga und Aitutaki, und ja, ihr dürft vor Neid erblassen!)

Heute waren wir auf dem Land, wo unsere Vermieter hingezogen sind, und ich habe zum Abschied noch mal ein kleines muckeliges Lämmchem puscheln dürfen… Herz was willst Du mehr…

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